Informationen der Humanwissenschaftlichen Fakultät zum Umgang mit dem Corona-Virus (SARS-CoV-2)

Aktuelle Informationen aus dem Krisenstab des Rektorats finden Sie unter  https://portal.uni-koeln.de/coronavirus 

Planung des Wintersemesters 2021/22

Nach 16 Monaten digitaler Lehre wünschen wir uns alle Normalität zurück. Das Studium braucht Begegnung und Austausch, es braucht Inspiration und Auseinandersetzung. Insofern streben wir alle eine Rückkehr zur Präsenz so schnell wie möglich an. Dies ist aber entscheidend vom Impffortschritt abhängig.

Die Humanwissenschaftliche Fakultät ist darauf vorbereitet, das Wintersemester in Präsenz zu ermöglichen. Wir werden aber auch, wenn dennoch angesichts der Pandemieentwicklung weitere Einschränkungen (v.a. Mindestabstand) erforderlich sind, mehr Präsenz ermöglichen als in den vergangenen drei Semestern.
Dabei ist es uns wichtig, dass auch im Wintersemester angemessen studiert werden kann, wohl wissend, dass Studierende nicht einfach zwischen Online und Präsenzveranstaltungen wechseln können:
    • Die Lehrenden bereiten sich darauf vor, die Veranstaltungen in Präsenz als auch digital und in Mischsystemen anzubieten.
    • Die Studierende sollten sich darauf vorbereiten, zumindest teilweise an der Universität Köln anwesend zu sein.


Wir werden vor der zweiten Belegphase Anfang September - wenn die Entwicklungen schon deutlicher absehbar sind -  in Klips ausweisen,
welche Veranstaltungen in Präsenz (bzw. Teilpräsenz) und welche im virtuellen Raum erfolgen.

Regelungen für das Sommersemester 2021

Präsenz-Lehre und Präsenz-Prüfungen bedürfen der Genehmigung 

Lehrveranstaltungen und Prüfungen in Präsenz bedürfen zwingender Gründe und das Fehlen von  Alternativformaten. Sie sind durch das Dekanat zu genehmigen.  

 Digitale Lehre  

Lehrveranstaltungen finden aufgrund der aktuellen Lage zur Vermeidung physischer Kontakte bis auf weiteres ausschließlich digital statt.  

  • Hilfreiche Informationen zur digitalen Lehre finden Sie hier: https://portal.uni-koeln.de/digital-education 

  • Das ZHD gibt Anregungen und Empfehlungen zur digitalen Lehre. Das Workshop-Angebot mit Schwerpunkt auf der digitalen Lehre ist online  https://zhd.uni-koeln.de/  

  • Der STAVV der HF hat uns mit vielen Umfragen gezeigt, wie Studierende die digitale Lehre erleben:  

    • Die Studierenden präferieren Kontaktmöglichkeiten über Zoom sowie auch flipped classroom, als weniger sinnvoll werden ausschließlich literaturbasierte Veranstaltungen mit Chatfunktionen in ILIAS zum Selbststudium eingeschätzt. 

    • Sie wünschen sich auch neben ZOOM die Nutzung vor allem EINER Plattform (am besten ILIAS), damit das eigentliche Studium nicht durch den technischen Organisationsaufwand beeinträchtigt wird. 

    • Für Präsentationen ist zu berücksichtigen, dass ein Teil der Studierenden die Zoomveranstaltungen nur via Handy verfolgen kann.  

  • Aber auch die Lehrenden haben Wünsche an die Studierenden: 

    • Die Studierenden sollten soweit technisch möglich ihr Video freigeben, denn hinter schwarzen Kacheln ohne Ton fehlt ihnen das Feedback. Weder  Zustimmung noch Ablehnung, weder Erkenntnis und Verständnis, Freude oder Zweifel, Hürden oder Fragen lässt sich an schwarzen Kacheln erkennen.  

 

Abweichende Prüfungsformen und Video-Aufsicht bei Online-Prüfungen 

Die meisten ursprünglich Präsenz erfordernden Prüfungen finden zunächst bis zum 30.09.2021 digital statt (AM 24/2021). Die in der Prüfungsordnung geregelten Prüfungen können auf der Basis der Rechtsgrundlagen, des Rektoratsbeschlusses (AM 24/2021), der HF-Prüfungsausschüsse vom 13.5.2020, 2.11.2020 und 09.03.2021  durch die folgenden abweichenden Formen, die den Kompetenzanforderungen der Präsenzprüfungen möglichst nahe kommen, ersetzt werden. Dazu gelten die folgenden Umwandlungen, die lediglich dem Prüfungsausschuss anzuzeigen sind:   

  • Mündliche Videoprüfung statt mündliche Präsenzprüfung oder statt Klausur in Präsenz,  

  • Onlineklausur oder Open-Book-Klausur statt Klausur in Präsenz, 

  • Hausarbeit statt Prüfung in Präsenz, 

  • Video- oder schriftliche Prüfung statt künstlerisch-praktische Prüfungen in Präsenz, 

  • Der Präsenzteil einer kombinierten Prüfung wird analog digital behandelt.  

Weitere hier nicht vorkommende Formen sind genehmigungspflichtig.  

Video-Aufsicht bei Online-Prüfungen ist grundsätzlich zulässig. Die genauen Regelungen hierzu finden sich im Rektoratsbeschluss vom 30.03.2021 (AM 25/2021).

Die Lehrenden  

  • zeigen prüfungsrechtlich die Umwandlung einer Präsenzprüfung in eine digitale Prüfung dem Prüfungsausschuss an (siehe Mail der Studiendekanin vom 10.12.2020 zur ILIAS-Datenbank bzw. weiter unten), 

  • stellen prüfungstechnisch die Durchführung über das CCE sicher  
    https://www.ilias.uni-koeln.de/ilias/goto.php?target=cat_1535520/ 

  • informieren prüfungsorganisatorisch die Studierenden über KLIPS, mindestens vier Wochen vorher.  

Die  Prüfungsdauer von digitalen Klausuren soll sich aufgrund der Sicherstellung elektronischer Kommunikation um 20 % verlängern. Bei Open-Book-Klausuren - i.d.R. individualisierte kurze Hausarbeiten - kann die Zeit auch verlängert werden - z.B. auf 1-2 Tage oder längstens eine Woche.  

Die Lehrenden teilen mit, ob Hilfsmittel erlaubt sind. Grundsätzlich sind alle Hilfsmittel anzugeben, ebenso ist adäquat zu zitieren und zu erklären, dass es sich um eine eigenständige Leistung handelt.  Auch unter Corona-Bedingungen werden Täuschungen und Plagiate entsprechend geahndet.  

An- und Abmeldung von Prüfungen  

  • Die Anmeldung ist derzeit bis 14 Tage vor der jeweiligen Püfung über KLIPS möglich (AM 24/2021).

  • Sofern Studierende nicht an Prüfungen teilnehmen, sollten sie sich zur Minderung des organisatorischen Prüfungsaufwands bis eine Woche vor dem Prüfungstermin abmelden. Dies ist über KLIPS möglich.  

  • Rechtlich ist laut Rektoratsbeschluss (AM 24/2021) der Rücktritt von einer Prüfung ohne Angabe von Gründen bis zu ihrem Beginn zulässig. Eine Abmeldung kann jedoch dann nur noch über das zuständige Prüfungsamt erfolgen. 

    • Diese Rücktrittsmöglichkeit gilt nicht für Abschlussarbeiten.  

    • Studierende sind nicht verpflichtet an abweichenden Formen teilzunehmen.  

    • Das Versäumnis einer Prüfung ist als begründeter Rücktritt ohne Verlust des Prüfungsanspruchs zu werten. Dadurch bedingte Verzögerungen des Studienverlaufs gehen allerdings zu Lasten der Studierenden.  

Abschlussarbeiten 

  • Die Abschlussarbeiten werden in einer elektronischen Fassung eingereicht. Bitte wenden Sie sich an Ihr Prüfungsamt bezüglich der Regelung zu den gedruckten und gebundenen  Exemplaren. Maßgeblich zur Fristwahrung ist jedoch die elektronische Fassung. Die Prüfenden können bei Bedarf von den Studierenden eine gedruckte Form anfordern.  

  • Soweit bestimmte Anforderungen (Sprachvoraussetzungen, obligatorischer Auslandsaufenthalt, Praktika, Modulabschlussprüfungen aufgrund der Corona-Pandemie nicht rechtzeitig erbracht werden konnten, kann bei Nachweis der individuell besonderen Einschränkungen, von bestimmten Anmeldevoraussetzungen abgesehen werden.  

  • Soweit Corona-bedingte Verlängerungen erforderlich werden, sind diese individuell nachzuweisen.  

  • Die Prüfer*innen sind gehalten, Themen zu stellen, die gegenwärtig - möglichst ohne physischen Kontakt - bearbeitbar sind.  

Freiversuchsregelung 

Nach  der Corona-Pandemie-Hochschulverordnung des Landes NRW gelten Prüfungen, die zwischen dem 1.4.2020 und dem 30.09.2021 abgelegt und nicht bestanden wurden, als nicht unternommen (AM 24/2021). Das gilt nicht für Abschlussarbeiten.  

  • Die Prüfer*innen tragen bei nicht bestandenen Prüfungen zunächst regulär die Note "5/nicht bestanden" ein.  
    Die Prüfungsämter wandeln dies danach zugunsten des Freiversuchs um.  

  • Die Corona-Epidemie-Verordnungen soll Benachteiligungen durch die Pandemie erleichtern.  
    Täuschungsversuche sind davon ausgenommen und werden weiter geahndet wie bisher. Die Prüfer*innen melden Täuschungsversuche oder einen Plagiatsverdacht bei den Prüfungsämtern.  

 

Besonderheiten spezieller Präsenzherausforderungen 

  • Zu Praktika bzw. Praxisphasen müssen Studierende bei Wegfall oder Einschränkungen der Präsenz mit der betreffenden Einrichtungen alternative Möglichkeiten der aktiven Teilnahme vereinbaren, im Falle des Praxissemesters ist das Bilanz- und Perspektivgespräch zwingend zu absolvieren.  

    • Für Studierende im Praxissemester haben Praxissemesterbeauftragte der Fächer/Fachbereiche und des ZfL eine Handreichung entwickelt für die Anpassung der Studienprojekte.  

    • Falls obligatorische Praktika coronabedingt nicht vollständig zu absolvieren waren, gilt – soweit keine eigenen Vereinbarungen zu Zulassungsanforderungen existieren (z.B. Sprachtherapie, Lehramt) - bei 2/3 der vorgesehenen Zeit das Praktikum als erbracht. Zwischen 1/3 und 2/3 fehlende Teile können nachträglich erbracht werden bzw. kompensatorisch durch theoretische Reflexion der Praxis erfolgen.

  • Kombinierte Prüfung im Aufbaumodul Praxissemester: Gemäß Beschluss des Gemeinsamen Prüfungsausschusses für Lehramtsstudiengänge kann die kombinierte Prüfungsform aus Studienprojektdokumentation und mündlichem Abschlusskolloquium auch als schriftliche Prüfung mit Poster durchgeführt werden bzw. nach Wunsch der PrüfungskandidatInnen auch als Kombinierte Prüfung mit Videoprüfung.  

  • Zum Studium im Ausland siehe => https://portal.uni-koeln.de/international und Zentrum für internationale Begegnungen https://www.hf.uni-koeln.de/31519  

  • Dienstreisen und Exkursionen werden bis auf weiteres nicht genehmigt. Über Ausnahmen entscheiden Rektor bzw. Kanzler. 

 

Ausleihen von Büchern und Medien  

Ausleihen  sind weiterhin in den Bibliotheken möglich, Präsenzarbeitsplätze stehen aber nicht zur Verfügung. Weitere Informationen stellt aktuell die Universitätsbibliothek zur Verfügung https://www.ub.uni-koeln.de/index_ger.html 

 

Beratung und Betreuung der Studierenden  

Die  Mitarbeitenden der Humanwissenschaftlichen Fakultät sind zu den Dienstzeiten im Homeoffice zu erreichen. Beachten Sie dazu deren Homepages oder auch Hinweise in ILIAS.   

  • Unterlagen sind den entsprechenden Stellen ggfs. eingescannt elektronisch per Mail zuzusenden.  

  • Die Abgabe von Studien- und Prüfungsleistungen erfolgt digital vom smail-Account. 

 

Datenbank für anzeige- und genehmigungspflichtige Prozesse  

Für  anzeige- bzw. genehmigungspflichtige Prozesse (z.B. abweichende Prüfungsformen, Prüfungsberechtigungen, Präsenzanforderungen) hat das Studiendekanat eine Datenbank über ILIAS eingerichtet, die der schnellen, reibungsfreien und transparenten Kommunikation und Interaktion zwischen den Lehr- und Forschungsbereichen, den Departments und dem Dekanat, den SSCs und Prüfungsämtern dienen soll. Zur Nutzung bedarf es der Registrierung der Sekretariate der Lehr- und Forschungsbereiche (zusätzlich Professuren, Department- und Studiengangverantwortliche). 

 

Rücksicht, Besonnenheit und gegenseitiges Verständnis 

Um  das sich exponentiell entwickelnde Infektionsgeschehen zu verlangsamen , bedarf es ebenso Rücksicht aufeinander und Besonnenheit im Umgang mit der Unsicherheit. Es bedarf zudem gegenseitigen Verständnisses und Unterstützung. Bislang haben wir die Situation auf diese Weise gemeinsam gut bewältigt. Dies wird auch weiterhin wichtig bleiben!  

Rückblickend lässt sich sagen, wir haben viel gemeinsam geschafft und gelernt: 

  • Lehre, Studium und Prüfungen wurden digitalisiert im "Home-Office" betrieben.  

  • Prüfungsrechtliche Anforderungen wurden coronabedingt erleichtert (Anmeldung, Abmeldung, Freiversuche, Ausgleich für beschränkten Zugang zur Literatur)  

  • Trotz fehlender physischer Begegnungen gab es jede Menge digitalen Kontakt, das uns auch nicht hinderte zusätzlich an einem Qualitätssicherungssystem und der Studiengangreform für die Systemakkreditierung zu arbeiten.   

  • Wir haben auch gelernt mit Unsicherheit umzugehen und uns immer wieder flexibel an neue Situationen anpassen, wenn wir etwa Welcome Events für Erstsemester planten oder Präsenzlehre  und -prüfungen, die dann aber immer mal wieder der Infektionslage zum Opfer fielen.  

Wir haben aber auch einiges vermisst: 

  • Manches Studierendenfeedback in Zoomveranstaltungen hinter schwarzen Kacheln, aber vielleicht auch Interaktion mit den Lehrenden bei hohen Selbststudiumsanteilen,  

  • Bewegung angesichts eines - auch einseitigen Lebens vor dem Monitor mit enormen Anforderungen an die Selbst- und digitale Organisation mit auch gefühlten Auswirkungen auf die Verarbeitung des Erlebten,  

  • Flurgespräche zur gegenseitigen Information und Austausch über das Erlebte, Freude, Ärger und Sorge und natürlich auch gemeinsames Feiern, Lachen und Scherzen.  

In dem Sinne hoffen wir sehr, dass wir trotz der neuen Schrecken auch irgendwann die Corona-Pandemie hinter uns haben.  

 

 

 

Übersicht über die Verordnungen und Beschlüsse 

Rektoratsbeschlüsse  
auf der Basis der Rechtsgrundlagen zur  
CoronaPandemie in NRW 

  • AM 20/2020 am 28.4.20  

  • AM 21/2020 am 28.4.20 (1.4.20-1.4.21) 

  • AM 23/2020 am 20.5.20 zum Freiversuch (1.4.20-30.09.20)

  • AM 90/2020 am 15.9.20 zum Freiversuch (1.4.20-30.12.20)
  • AM 1/2021 am 30.12.20 zum Freiversuch (1.4.20-31.03.21)
  • AM 24/2021 am 22.03.21 zum Freiversuch (1.4.20-30.09.21)
  • AM 28/2021  Richtlinie zu den Hygiene- und Schutzmaßnahmen vom 30.03.21

  • AM 25/2021 am 30.03.2021 zur Video-Aufsicht bei Online-Prüfungen 
Prüfungsausschüsse der Humanwiss. Fakultät (HF-PA) 

Gemeinsamer Prüfungsausschusses für Lehramtsstudiengänge (GPA) 

  • HF-PA  am 13.5.2020; 2.11.2020; 08.03.2021  

  • GPA am 15.5.20; 9.9.20